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Antinazispektakel

Juli 16, 2011

Heute marschieren die Nazis in Giessen auf. Die linke Szene organisert den üblichen Bewegungsrummel dagegen. Wir sind auch vor Ort und verteilen einen alten Text und ein neues Flugblatt:
Flyer als PDF…

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11 Kommentare

  1. Stellt sich nur die Frage nach der Alternative. Nazis ignorieren und sie ihr Ding machen lassen? Jeden einzeln zusammenmöbeln und einschüchtern?


  2. […] Kritik an der Gießener Bündnispolitik: Royalistische Initiative, [NC]. […]


  3. Nazis als Prügeltruppe des Kapitals? Wer so etwas schreibt, verbreitet viel mehr Ideologie als 1.000 unbedarfte Antifa-Demonstranten. Wer die „wahrhaft revolutionäre Praxis“ sucht und den Holocaust unappetitlich findet, ist von der Denkform eines Nazis wirklich nicht weit entfernt.


    • versteh ich nicht dein Comment.


  4. Aloha,

    Ganz nüchterne und ernst gemeinte Frage zum Flugi:
    „Die großsprecherische Unbedingtheit, die in diesen Parolen mitschwingt, ist nicht nur der völlig berechtigten
    Empörung über den historischen NS und seine Apologeten geschuldet, sondern auch der prinzipiellen Unfähigkeit
    der Linksradikalen, die herrschenden Verhältnisse nüchtern zu beurteilen und die Immanenz und psychosoziale
    Präformierung ihrer eigenen Peergroup mitzudenken.“

    Was ist da mit der „Immanenz und psychosoziale
    Präformierung ihrer eigenen Peergroup“ gemeint und wie geht das im kausalen Zusammenhang auf?


  5. PS: an sich aber sehr viele interessante Punkte in diesem Text, die ich so auch teilen würde! Danke dafür :)


  6. @Katharina
    „…Alles was unmittelbar erlebt wurde, ist in eine Vorstellung entwichen“ sagt Guy Debord in der ersten These der „Gesellschaft des Spektakels“.Das Kapital hat seine eigene Bildlichkeit, seine eigene „Bildermacht“ in der sich jede unmittelbare individuelle Gefühlsregung der Menschen in diesen Verhältnissen ausdrücken muss, insofern sie sofort verstanden werden will, weil sie (die Menschen) eben keine „eigene“ Bildlichkeit mehr besitzen, die nicht unter dem Primat der monetären Verwertbarkeit und Kapitalakkumulation stehen.

    „Psychosoziale Präformiertheit“ meint in diesem Zusammenhang diejenigen „Gefühle“ und Affekte die alleine auf dieser Bildlichkeit beruhen und sich alleine in ihrem Darstellungssprektrum auszudrücken vermögen.
    (Werbefachleute, Politker, Designerinnen, Türstehercharaktermasken und ihre, ihrer Aufgabe im Kapitalakkumulationsprozess entsprechenden Bildlichkeit z.B.)

    Die Antifa kann aber nicht einfach eine bessere Werbung machen, einen poppigeren Flyer entwerfen ohne diese Bedingtheit in den Köpfen ihrer Rezipientinnen mitzudenken. Auch wenn das inzwischen fast unmöglich erscheint: Man muss wenigstens versuchen mit dieser Bildermacht zu brechen, sie zu denunzieren wenn man es mit der Revolution ernst meint. Wenn z.B. UmsGanze denkt es könnte einfach mit einem besseren Design (als z.B. die Sparkasse) für seine Sache Werbung machen, bedient das Bündniss damit (vllt ungewollt) den Primat des Kapitals.
    Insofern man an einer grundsätzlichen Überwindung der kapitalistischen Verhältnisse festhält, kann es aber nur darum gehen mit einer „eigenen“, über diese Verhältnisse hinausweisenden Bildlichkeit zu arbeiten und wenn einem das nicht gelingt, wenigstens mit gar keiner.


  7. […] Um meine Motivation diesen (zugegebenermaßen langweiligen) Text zu veröffentlichen zu verstehen, empfehle ich unbedingt die Lektüre dieses Flugblattes. […]



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